Lehrzeit: 3 1/2 Jahre
Andere Bezeichnung(en): ursprünglich KarosseurIn
KarosseriebautechnikerInnen stellen Karosserien, Aufbauten und Verkleidungen für Spezialfahrzeuge (z. B. Lastkraftwagen, Kühlwagen, Feuerwehrwagen, Straßenreinigungswagen) her, und warten und reparieren sie. Dabei verarbeiten sie Werkstoffe wie z. B. Leichtmetallbleche, Stahl, Holz oder Kunststoff. Sie bauen Schiebedächer, Heizungs-, Klima- und Kühlanlagen ein und bringen Kappen, Verdecke, Versteifungen und Beschläge an den Aufbauten an. KarosseriebautechnikerInnen arbeiten in Werkstätten im Team mit BerufskollegInnen sowie mit verschiedenen Fach- und Hilfskräften zusammen.
Quellen: ibw-Unterlagen und Recherchen, Unterlagen der Wirtschaftskammern, Unterlagen des AMS
Um die Berufsausbildung in diesem Lehrberuf beginnen zu können, muss man die 9jährige Schulpflicht erfüllt haben und sich um eine Lehrstelle in einem Ausbildungsbetrieb bewerben. Die Duale Ausbildung erfolgt im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule.
Folgende Berufsschulen sind für diesen Lehrberuf vorgesehen:
Folgende berufsbildende Schulen (Auswahl) bieten eine ähnliche Ausbildung wie der Lehrberuf.
Der Besuch und Abschluss dieser Schulen kann auch auf die Lehrzeit von entsprechenden Lehrberufen ganz oder teilweise angerechnet werden bzw. mit einer entsprechenden Praxis für eine eventuelle Selbständigkeit herangezogen werden. Das Ausmaß der Anrechnung ist durch Verordnungen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten festgelegt. Die jeweiligen Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammer Österreich nehmen diese Anrechnung auf Lehrberufe bei der Anmeldung des Lehrvertrages vor.
Es ist ratsam, sich vor der Lehrvertrags-Anmeldung in den Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern genau beraten zu lassen!
Die Erlangung des Lehrabschlusses über den zweiten Bildungsweg setzt voraus:
Für die Fachtheorie empfiehlt sich der Besuch entsprechender Kurse (oder der Berufsschule).
Die anrechenbare Lehrzeit auf verwandte Lehrberufe ist jeweils in Klammer angegeben. Die Anrechnung erfolgt entweder in Stufen (1., 2., 3., voll) oder wird im Verhältnis der bereits absolvierten Lehrzeit zum Anrechnungszeitraum und zu den Lehrzeiten der verwandten Lehrberufe festgelegt. Der Eintrag "1., 2., 3. voll" bedeutet, dass das erste, zweite und dritte Lehrjahr voll angerechnet wird. Der Eintrag "1 oder 2 oder 3 " bedeutet die verhältnismäßige Anrechnung [Verhältnisverwandtschaft] der absolvierten Lehrzeit.
Berechtigung: Wurde die Lehrabschlussprüfung in einem der aufgelisteten verwandten Lehrberufe abgelegt, so kann durch eine Zusatzprüfung der Lehrabschluss erlangt werden.
Österreich hat mit Deutschland, Ungarn und der autonomen Provinz Bozen (Südtirol) Abkommen über die Zusammenarbeit in der Berufsbildung abgeschlossen. Detaillierte Information zur Anerkennung von beruflichen Prüfungszeugnissen findet man auf der Homepage des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit unterLehrlingsservice.
Für KarosseriebautechnikerInnen bedeutet Weiterbildung im Sinne lebensbegleitenden Lernens sich immer wieder Kenntnisse und Fähigkeiten im Umgang mit neuen Fertigungsverfahren und dabei verwendeten Materialien (Werkstofftechnik) anzueignen. Auch in den Bereichen Hydraulik, Pneumatik, Qualitätssicherung ist Weiterbildung von Bedeutung.
Weiterbildungserfordernisse können sich auch aus den Bereichen verwandter Lehrberufe ergeben (z.B. LackiererIn, SpenglerIn). (Siehe Kursangebot Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) und Berufsförderungsinstitut (bfi)).
Das WIFI und das bfi bieten auch Kurse zur Vorbereitung auf die MeisterInnenprüfung sowie Kurse über die verschiedenen Schweiß- und Metallbearbeitungstechniken an. Von der Schweißtechnischen Zentralanstalt (SZA) in Wien werden ebenfalls Schweißkurse durchgeführt.
In größeren Betrieben werden die KarosseriebautechnikerInnen bei Anwendung neuer Arbeitsmethoden bzw. beim Einsatz neuer Materialien auch betriebsintern geschult.
Weiterführende Bildungsmöglichkeiten und Höherqualifizierung:
In folgenden Bereichen werden vom Wirtschaftsförderungsinstitut der Wirtschaftskammern (WIFI) und dem Berufsförderungsinstitut (bfi) Kurse angeboten (Beispiele):
Metallverarbeitung:
Konstruktions- und Fertigungstechnik:
Du willst dich nach deiner Ausbildung selbstständig machen? Informiere dich unter www.gruenderservice.at oder www.wko.at/noe über deine Möglichkeiten.
