Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch flattert ins Haus? Glückwunsch. Die erste Hürde ist genommen. Doch den Ausbildungsplatz hast du damit noch nicht in der Tasche. Die Firma will die Bewerberin oder den Bewerber vorher noch kennen lernen.
Auf ein Vorstellungsgespräch kannst du dich ganz einfach und Ziel gerichtet vorbereiten. Das erhöht die Erfolgschancen. Aber: Verkrampfen bringt nichts; Nervosität ist in dieser Situation menschlich und verständlich, auch für die Gesprächspartner. Das Schlimmste, was passieren kann, ist eine kostenlose Übung für das nächste Vorstellungsgespräch.
Wer möglichst wenige ,,Trainingseinheiten" absolvieren will, der sollte aber folgende Hinweise jedenfalls beachten:
- Pünktlichkeit ist ein Muss, Verzögerungen bei der Fahrt zum Vorstellungsgespräch solltest du einkalkulieren.
- Wähle ein Outfit, das zu dir und auch zum angestrebten Ausbildungsplatz passt, das heißt nicht, dass ein Kfz- Techniker- Lehrling gleich im Blaumann erscheinen sollte, aber der Nadelstreifen-Anzug muss es auch nicht sein.
- Zu viel und zu auffälliger Schmuck, Knoblauchgeruch oder übertriebenes Parfum sind auch nicht gut.
- Information ist alles! Die Beschaffung von Infos über den Ausbildungsbetrieb, die Branche etc. vor dem Vorstellungsgespräch ist sicher der richtige Weg.
- Der Blickkontakt zum Gesprächspartner, klare und direkte Antworten fördern das Gespräch.
- Es ist durchaus auch richtig, wenn du selbst mal eine Frage zur Ausbildung und zu Zukunftsaussichten stellst. Damit signalisierst du Interesse am Ausbildungsplatz.
- Auf Standardfragen vorbereiten. Nach einem kurzen Small-Talk dreht es sich meistens um den Lebenslauf. Das lässt sich zu Hause leicht trainieren.
Standardfragen: Den Ernstfall trainieren
Jeder Personalchef, jeder Betriebsleiter hat seinen eigenen Stil, Bewerbern im Vorstellungsgespräch auf den Zahn zu fühlen. Es gibt jedoch eine Reihe von Standardfragen, die immer wieder gerne gestellt werden. Darauf solltest du eine Antwort parat haben:
- Warum haben Sie sich gerade in unserem Unternehmen beworben?
- Haben Sie sich auch schon in einem anderen Unternehmen beworben?
- Warum streben Sie gerade diesen Lehrberuf an?
- Würde Ihnen vielleicht auch ein anderer Beruf zusagen?
- Erzählen Sie mal etwas über sich: Wo liegen ihre Stärken, was sind ihre Schwächen?
- Was wissen Sie schon über unser Unternehmen?
- Welche Ziele haben Sie nach der Ausbildung?
- Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
- Welche Erwartungen verbinden Sie mit Ihrer Ausbildung?
- Was denken Ihre Eltern über ihren Berufswunsch?
- Können Sie sich vorstellen, später einmal in einer anderen Stadt zu arbeiten? Vielleicht sogar ins Ausland zu gehen?
- Würden Sie in Ihrer Freizeit Weiterbildungsangebote nutzen?
Maturanten sollten sich auch auf diese Fragen vorbereiten
- Warum haben Sie sich für eine Berufsausbildung entschieden?
- Wollen Sie nach der Ausbildung noch studieren?
- Würden Sie die Ausbildung abbrechen, wenn sich ein Studienplatz anbietet?